Lebenslauf

Vita John M. Heymann

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John M. Heymann, Doctor of Optometry/ USA

Ein weltbekannter Optiker in Berlin-Spandau

In der Pichelsdorfer Str. 63-65 in Spandau finden Sie den einzigen Optiker in Deutschland, der eine Doktorarbeit über Kontaktlinsen an der
kalifornischen Eliteuniversität in Berkeley schrieb und
einen Professorentitel an der Universität von Waterloo ( Kanada ) erwarb. Er war anschließend Universitätsdozent, Forschungsbeauftragter des
U.S.Gesundheitsministeriums, neun Jahre lang nebenbei Augenarzt im U.S. Army- Hospital in Berlin und drei Jahre lang Optometrist der U.S. Botschaft, ebenfalls in Berlin.
Seine Kollegen haben Ihn zum lebenslänglichen Ehrenmitglied der “American Optometric Association“ gewählt. Fachlich hält er sich auch heute noch fit, indem er jedes Jahr sehr intensive augenmedizinische Fortbildungen besucht.
Trotz seiner Biographie kümmert er sich seit nun über 30 Jahren um jedes Augen-, Kontaktlinsen- und Brillenproblem, da sowohl die Optik,
als auch die Menschen ihm sehr am Herzen liegen.
Dass er in Deutschland gelandet ist, hat Familientradition schon sein Urgroßvater war vor rund 100 Jahren, in Berlin, als Handwerksmeister tätig.

Lebenslauf


Name: John M. Heymann, Doctor of Optometry / USA
Anschrift: Pichelsdorfer Str. 63-65
13595 Berlin
Geburtsdatum/ -ort: 15.11.1947, New York City, New York, U.S.A
Schulabschluß: Lowell High School mit Diplom
Lebenslängliche akademische Ehrenrolle
Akademische Auszeichnung des Bundesstaates Kalifornien
Sportauszeichnung mit zwei Sternen
1962 AAA Schwimm- und Springmeistermannschaft
Universitätsbildung: 1965- 1973 Universität von Kalifornien Berkeley, USA
1969 Referendar in Kunst, mit dem Hauptfach Psychologie
Universitätsabschlüsse: Magisterkurse in Psychologie besucht
1971 Referendar in Wissenschaft, Hauptfach Optometry
1973 Doctor of Optometry ( Ehrenstudent )
Doktorbildung: 1973- 1974 Residency in den Bereichen Kontaktlinsen und Augenkrankheiten an der Universität von Waterloo Ontario, Kanada mit Zusatzausbildung an der McMaster Universität Medical School, Hamilton, Ontario, Kanada
Hauptberuflich: 1975- 1981 Inhaber einer Privatpraxis für Optometrie und Kontaktlinsen, mit Niederlassungen in Berkeley und Montecito, Kalifornien inkl. Dienstleistungsverträgen mit Krankenhäusern und Altenheimen in Kalifornien.
Nebenberuflich: 1975- 1977 Klinische Dozent School of Optometry Universität von Kalifornien, Berkeley
1978- 1979 Forschungsbeauftragter des U.S. Bundesgesundheitsministerium für die Untersuchung der ersten zugelassenen weichen Kontaktlinse für Astigmatismus
1981 Vortrag zum 15. Weltkongress in Optometrie, Istanbul
1981- 1997 Zulassung bei der Augenoptiker Innung Berlin durch Prüfung und Ausnahmegenehmigung zum Augenoptikermeister, Anerkennung des Doctor of Optometry/ USA, Eintragung als Meister in die Handwerksrolle, Handwerkskammer Berlin. Ausbildereignungsprüfung bestanden bei der Industrie- & Handelskammer, Berlin
Hauptberuflich: 1981- heute Inhaber der Firma Brillenhaus, 13595 Berlin
Nebentätigkeiten: 1982- 1985 Gründer und Inhaber der Firma Optik am Rathaus, Berlin- Spandau
1983- 1984 Optischer Konsultant zum Spandauer Gefängnis in Berlin und optometrischer Konsultant der US Militär Mission in Potsdam
1985- 1994 Vertragsaugenoptiker bei der US Army und Air Force Exchange Service, Berlin.
Optometrist, Arzt, Chirurg und stellvertretender Klinikdirektor der Optometry Klinik im US Army Hospital, Berlin (einzige Augenklinik, akkreditiert durch die American Council on Clinical Facilities.)
Erhalt sämtlicher militärischer Auszeichnungen (inkl. der dritt höchsten Medaille, die die U.S. Army in Friedenszeiten verleiht.)
Ernennung zum lebenslänglichen Ehrenmitglied des American Optometry Verbandes
1991- 1994 Vertragsaugenarzt der British Berlin Brigade
1994- 1997 Optometrist des US Außenministeriums, Berliner Botschaft.
Entwurf, Umsetzung und Leitung eines Augenoptikerbetriebes für Diplomaten der NATO Länder.
Forscher für die Allergan Pharma GmbH Deutschland
2005 Wahl zum Board of Advisors of the American Biographical Institute
2006 American Optometric Association Zertifizierungin Flugmedizin (Aviation Vision).
2007 Zum Mitglied der Society of Industry Leaders ernannt
2008 Erneuerung der Zertifizierung als Optometrist
  • des Staates Kalifornien, Fortbildung der US Army Europe
  • des Staates Kalifornien mit pharmazeutischen Zusatz.
2009 Chirugische Gesichtsrekonstruktions bei Trauma, Fortbildung der US Army Europe
2010 Beratendes Mitglied Victoria Lead Physician’s Panel
2011 30 jährige Mitgliedschaft der Augenoptiker Innung Berlin und Handwerkskammer Berlin
2012 Mitglied M-3 Global Research für Kontaktlinsen und Pflegemittel
2013 Erneuerung der Zertifizierung als Optometrist des Staates Kalifornien, Fortbildung der US Army Europe

Presse

Das Brillenhaus in der Presse!

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Berliner Zeitung

DER KALIFORNIER JOHN M. HEYMANN PASST HEUTE DEN SPANDAUERN BRILLEN AN

Ganz nebenbei bleibt er auch noch der Forschung treu

Fasziniert hat ihn schon immer die Wissenschaft, und sie hält ihn bis auf den heutigen Tag gefesselt. Doch in einen Elfenbeinturm hat sich Dr. John Milton Heymann trotz seines Forscherdrangs nicht zurückgezogen.
Der gebürtige Amerikaner ist seit 15 Jahren Inhaber des Wilhelmstädter Brillenhauses in der Pichelsdorfer Straße. Er berät Kunden bei der Auswahl der Brille, paßt Kontaktlinsen an, führt Sehtests für den Führerschein durch und macht für seine Kunden auch selbst schon mal Paßfotos.
"Alles, was mit Optik zu tun hat, interessiert mich ungemein", sagt Heymann, der Natur- und Landschaftsfotografie zu seinen Hobbys zählt. Und scheinbar so ganz nebenbei ist Heymann, der in San Francisco geboren wurde, auch der Forschung treu geblieben. Gerade hat er sich "um einen Professoren-Titel beworben, den ich gerne führen möchte", erzählt er. Der Spezialist für Kontaktlinsen, der 1973 an der Berkley-Universität in Kalifornien promovierte, erstellt Studien für die Pharmaindustrie, nimmt an Kongressen teil und ist nebenbei seit zwei Jahren Augen-Facharzt für die Außenstelle der Amerikanischen Botschaft in Berlin. Nach seinem Studium hat er an der Berkley-Universität und der Universität von Waterloo in Kanada gelehrt. Außerdem war er Forschungsbeauftragter im Bereich "neue Kontaktlinsen" für das US-Bundesgesundheitsministerium. Eine Vortragsreise führte den jungen Wissenschaftler 1974 nach Europa an nahmhafte Fachhochschulen und Institute.
Denn an der kanadischen Universität hatte der Forscher, der vor einigen Tagen seinen 50. Geburtstag feierte, eine Methode entdeckt, die es auf einfache Weise ermöglicht, eine Erkrankung der Netzhaut zu diagnostizieren. "Diese Methode ist heute so aktuell wie vor 20 Jahren", erzählt er.
75 000 Kilometer hat er während seiner Rundreise durch Europa in sechs Monaten zurückgelegt. Ein Autounfall in der damaligen Tschechoslowakei führte John M. Heymann schließlich auch nach Berlin, "weil die Ersatzteile für mein kaputtes Auto nur in Deutschland zu bekommen waren", berichtet er. In Berlin lernte er seine aus der Havelstadt stammende Frau Karina kennen. Sechs Jahre haben sie gemeinsam in den Vereinigten Staaten gelebt. "1982 wollte meine Frau dann nach Spandau zurück, und ich bin natürlich mitgegangen."
Hier faßte Heymann schnell Fuß. Er war neun Jahre lang Oberarzt in der chirurgischen Abteilung des amerikanischen Armee-Krankenhauses und verantwortlich für die US-Luftwaffe im Flughafen Tempelhof. Bekannt ist Heymann, dessen Markenzeichen die Baseball-Mütze ist, auch durch den Sport. Lange Jahre hat er bei den Spandauer Wasserfreunden Basketball gespielt. Und am Kiesteich dreht er nun als Jogger so manche Runde.

PROFESSION INTERVIEW

im Focus

John Milton Heymann

Von amerikanischer zu deutscher Optometrie

Wer in der deutschen Augenoptik wirtschaftlich erfolgreich sein will, muss sich den Bedingungen des lokalen Marktes anpassen. Der US-amerikanische Optometrist John Milton Heymann hat sich und sein Angebot an augenoptischen und optometrischen Dienstleistungen dem deutschen Markt angepasst.
Er betreibt das Brillenhaus in Berlin-Spandau. lm Interview mit Egon Faber erklärt er die wichtigsten Unterschiede zwischen den beiden Systemen und prophezeit die Zukunftschancen einer deutschen Optometrie.

Focus: John Heymann, die VDC hat ihren Mitgliedern Anfang der 90er Jahre empfohlen, sich anstatt Augenoptiker Optometrist zu nennen und die konventionelle Berufsbezeichnung in Klammern dahinter zu setzen. Sie firmieren mit Ihrem Unternehmen als Brillenhaus, obwohl Sie eigentlich den Titel Doctor of Optometry (O.D.) führen. Ist der deutsche Markt für die Optometrie noch nicht reif oder ist der Titel zu unbekannt?

Heymann: Es gibt nicht einen einzigen Berliner Fachschulabsolventen, der einen Eintrag unter der Rubrik „Optometrist“ in den Gelben Seiten führt. Deutsche haben fiir Optometrie keine Wertschätzung.

Focus: Wenn Sie in Berlin in einer Optometrie-Praxis auf der Etage und nicht in einem ebenerdigen Ladenlokal arbeiten würden, wären Sie dann erfolgreicher oder würde das Umsatzeinbußen mit sich bringen?

Heymann: Es wäre ein Flop. Augenärzten wird die gleiche Leistung, die Optometristen anbieten, von Dritten vergütet.
Die Ärzte werden dieses Einkommen sicherlich nicht freiwillig mit uns teilen.

Focus: Sie haben in Nordamerika praktiziert und klinische Studien von neuen Kontaktlinsen in Verbindung mit der FDA-Zulassungsbehörde durchgeführt. Nachdem Sie anschließend nach Deutschland gekommen sind, hat man Ihre Kontaktlinsenqualifikafion nicht anerkannt. Sie mussten den Unterricht an der Berliner Schule besuchen, um eine Kontaktlinsenzulassung zu bekommen. Hat man damals Ihre Qualifikation nicht erkannt oder wollte man sie nicht erkennen? Haben die US-amerikanische Optometrie und die deutsche Augenoptik nur geringe Gemeinsamkeiten?

Heymann: Diese Aussage ist nicht ganz korrekt. Alle schriftlichen Qualifikationen von meinem US-amerikanischen Staatsexamen wurden anerkannt. Ich musste lediglich die praktische Prüfung in Deutschland noch einmal machen und der Berliner Obermeister, Herr Dreock, musste mein Geschäft für die Krankenkassen-Zulassung abnehmen. Ich habe den Eindruck, Innungen sind dazu da, Konkurrenz auszuschließen.

Focus: Kann ein Augenoptiker durch Screening-Tests bei Brillenkunden in Deutschland Geld verdienen oder rentiert sich der finanzielle Aufwand nicht? Muss man für eine lukrative Betätigung zumindest die Ausschluss-Diagnostik einbeziehen?

Heymann: Ich schaue mir vor der Augenglasbestimmung jedes Auge meines Kunden an und lasse mir diesen Aufwand auch bezahlen. Aber ohne das Einkommen, das man beim Verkauf von Gleitsichtgläsern oder einer hochwertigen Brillenfassung erzielt, kann man in Deutschland nicht einmal seine Miete bezahlen. In den USA würde ich pro Patient US $ 150 für eine Refraktionsbestimmung mit Pupillenerweiterung und indirekter binokularer Ophthalmoskopie sowie Tonometrie und Gesichtsfeldmessung bekommen. Wenn ich unter diesen Bedingungen acht oder zehn Patienten am Tag versorge‚ bin ich unabhängig vom Umsatz mit Materialien.

Focus: Glauben Sie, dass die derzeitigen Bestrebungen des ZVA, eine eigene Variante der Optometrie in Deutschland einzuführen, am Ende erfolgreich sein werden? Und wie weit wird eine solche Optometrie von der US-amerikanischen entfernt sein?

Heymann: Der Erfolg wird davon abhängen, ob unsere Diagnostik akzeptiert und vom breiten Publikum als gleichwertig mit derjenigen der Ophthalmologie anerkannt wird. Das ist aber nur durch politische Lobby-Arbeit durchsetzbar. Die US-amerikanische Optometrie hat einen wesentlich besseren Draht zum Gesetzgeber.

Focus: Die handwerklich orientierten deutschen Augenoptiker werfen den akademisch ausgebildeten Optometristen aus dem anglo-amerikanischen Raum häufig vor, sie seien in der handwerklichen Brillenfertigung nur unzureichend ausgebildet. Wie stehen Sie zu diesem Vorwurf? Bilden Sie Lehrlinge aus?

Heymann: Ich bilde Lehrlinge aus und finde es extrem wichtig, dass sie gute Handwerker sind. Ob sie später Optometristen werden oder Handwerker bleiben, müssen sie selbst entscheiden.

Focus: Kann eine Optometrie oder optometrische Dienstleistung im Markt erfolgreich sein, wenn man keine Diagnose stellen darf?

Heymann: Wenn ich einen Patienten zu einen Glaukom-Spezialisten schicke und ihm mitteile, dass dieser Patient eine tiefe Aushöhlung in seiner Papille, einen intraokularen Druck von 24 mm Hg sowie Gesichtsfeldausfalle in der Arcuatagegend hat, dann hat dieser Patient ein Glaukom. Das hat er mit und auch ohne meine Diagnose. Entscheidend ist doch, dass ich für die Tonometrie und dieGesichtsfeldmessungen eine Vergütung erhalte, weil dieser Patient meine Arbeit für nützlich und wertvoll hält.

Focus: In Deutschland sind alle Optometrie-Schulen an den Fachhochschulen in technischen Bereichen angesiedelt, beispielsweise der Feinwerktechnik. In den USA wäre dies undenkbar. Kann man als Student auch von nicht Medizinern Screening und eventuell Ausschluss-Diagnostik lernen?

Heymann: Ja. An der Schule in Berkeley wuchs die Klinik (zu meiner Zeit in Minor Hall) aus der Abteilung für Physik heraus. Hauptsächlich wurde uns die Diagnostik von klinisch tätigen Optometrie-Dozenten Vermittelt. Aber wir hatten auch Mediziner an unserer Fakultät.

Focus: An der Berliner Schule wird seit einiger Zeit in Kooperation mit dem Pennsylvania College of Optometry (PCO) ein Kurs angeboten, der mit einem Master of Science in Clinical Optometry abschließt. Halten Sie dieses Angebot für erstrebenswert? Würden Sie deutschen Augenopfikern die Teilnahme an einem entsprechenden Kurs empfehlen, um die eigene Qualifikation zu erhöhen?

Heymann: Jede Qualifizierung ist besser als keine. Das PCO ist eine private Schule, die nur geringe staatliche Zuschüsse erhält. Deshalb ist man dort bereit, für Geld durch eine Vielzahl von Programmen Augenoptiker und Optometristen aus anderen Ländern fortzubilden. In Deutschland erwartet niemand, dass ein Augenoptiker wie ein US-amerikanischer Optometrist arbeitet oder praktiziert.

Focus: Könnte die Abteilung Augenopük/Optometrie der TFH Berlin nicht von Ihrer Ausbildung und Ihren Erfahrungen aus den USA profitieren? Schließlich haben Sie auch in den USA und Kanada Optometrie-Studenten ausgebildet.

Heymann: Natürlich könnte auch die TFH von jemandem profitieren, der einige Jahre Mitglied der Fakultät der Berkeley School of Optometry der University of California sowie der Universität von Waterloo war. Ich war persönlich oft an der TFH und bin in Berlin zudem bekannt, da ich am US Army Hospital Berlin Oberarzt für Augenheilkunde war und dafür auch vom Berliner Senat bezahlt wurde. Aber an der TFH möchte man offenbar keinen Dozenten, der internationale Erfahrung hat; denn klinische Optometiie hat dort offenbar nicht einen so hohen Stellenwert. Ansonsten würde man dort eine ganz andere klinische und hygienische Atmosphäre vorfinden.

Focus: Viele traditionelle Augenoptiker in Deutschland halten die individuell angepasste formstabile Kontaktlinse für überlegen gegenüber den weichen Linsen, die es zu immer niedrigeren Preisen im Internet gibt. Wie ist Ihr Standpunkt in dieser Frage?

Heymann: Die Anpassung von weichen Kontaktlinsen ist genauso herausfordernd wie die Anpassung von harten Linsen. Es muss Teil der Lobbyarbeit des Berufsstandes sein, sicherzustellen, dass in Deutschland keine Kontaktlinsen ohne gültige Verordnung eines professionellen Anpassers abgegeben werden.

Focus: Kann man ein guter und verantwortungsvoll arbeitender Augenoptiker oder Optometrist sein, ohne mit dem Polatest zu arbeiten? Oder ist man dann ignorant, wie der Schreiber eines Leserbriefes zur FOCUS 0ptometrie-Serie vorwurfsvoll behauptet?

Heymann: Der Polatest ist ein sehr guter Test für die Fixationsdisparation. Einer unter vielen weltweit. Er ist ein wichtiger Faktor bei der Verordnung von binokularen Korrektionen; aber das Gerät ist nur ein Werkzeug. Die Erfahrung in der Anwendung und andere Werte müssen die Verordnung bestimmen, nicht ein Gerät.

Focus: Um die Unterschiede zwischen dem US-amerikanischen und deutschen System besser zu verstehen: Wie viel zahlte Ihnen der durchschnittliche Patient in den USA, der bei Ihnen eine Brille erworben hat? Wie viel zahlte er für die Sehhilfe und wie viel für die Untersuchung und Refraktionsbestimmung?

Heymann: Obwohl Brillenverkäufe den US-amerikanischen Optometristen heute mehr Einkommen vermitteln als früher, ist ihre Haupteinnahmequelle immer noch die klinische Untersuchung. Diese muss alle pathologischen Aspekte aufdecken, alle refraktiven und binokularen Störungen ermitteln. Dies besagt der „Standard of Care“ in den USA und deshalb zahlt der Patient auch gerne mehr für diese Dienstleistung. Da ich meine letzte Praxis in den USA bereits vor 28 Jahren Verkauft habe, kann ich Ihnen leider keine aktuellen Zahlen liefern.
Ich möchte aber unbedingt noch anmerken, dass die politische Arbeit der Augenoptiker in Deutschland während der vergangenen Jahre generell nicht sehr erfolgreich war. Das beste Beispiel dafür ist die Gesundheitsreform. Da könnte es passieren, dass zukünftig die Patienten die Erbringer für ihre Kassenleistungen nicht mehr frei und selbst aussuchen können, sondern zum billigsten Anbieter geschickt werden.
Zukünftige Generationen werden dann wohl nicht mehr die fachliche Behandlung erfahren, wie wir sie heute kennen und schätzen.

Focus: Vielen Dank, Herr Heymann!

ERFOLGSREZEPTE

EIN DOKTOR DER OPTOMETRIE IN SPANDAU

Seit 1981, also seit mehr als 30 Jahren, gibt es das Brillenhaus in der Spandauer Wilhelmstadt. Es ist untrennbar verbunden mit seinem Inhaber John Milton Heymann, einem promovierten Optometristen aus New York City, der sich Anfang der 80er Jahre dafür entschied, mit seiner Frau, einer gebürtigen Spandauerin, dauerhaft nach Berlin zu kommen.

Durch eine Zeitungsannonce, die den Verkauf eines Optikergeschäftes in der Spandauer Wilhelmstadt anzeigte, erwarb er das Brillenhaus in der Pichelsdorfer Straße. So konnte er seiner Leidenschaft, mit Menschen umzugehen, eine weitere Richtung geben.

Denn zunächst schlug er eine wissenschaftliche Laufbahn ein. John M. Heymann war an der Entwicklung weicher Kontaktlinsen beteiligt, arbeitete als Absolvent der Berkeley Universität und Lehrbeauftragter an der Universität Waterloo in Kanada, war Forschungsbeauftragter für das US-Gesundheitsministerium, arbeitete für die US-Armee und die Air Force, für das britische Militär und war Augenoberarzt im US-Army Hospital in Berlin.

Die direkte Arbeit mit Kunden jedoch, das Erfolgserlebnis, einen zufriedenen Kunden zu entlassen, gibt ihm auch nach so vielen Berufsjahren immer wieder ein gutes Gefühl.

EXZELLENTE BERATUNG FÜR JEDEN KUNDEN

Das Sortiment des Brillenhauses umfasst eine große Auswahl an Markengestellen für Brillen, Sonnenbrillen sowie Kontaktlinsen. 40.000 Kontaktlinsen von Einstärken Tages- und Monatslinsen bis hin zu Kontaktlinsen bei Hornhautverkrümmung oder multifokale Kontaktlinsen sind auf Lager vorrätig.

Aber diese enorme Auswahl ist nur halbe Wahrheit. Kundenberatung, für jeden Kunden die passende Brille oder Kontaktlinse zu finden, das ist es, warum Stammkunden das Brillenhaus so schätzen. Die Mitarbeiter nehmen sich Zeit für ihre Kunden. Für sie ist jeder Kunde einzigartig. Abfertigungsroutine ist im Brillenhaus ein Fremdwort. Neben einem einführenden Gespräch finden umfangreiche Tests und Untersuchungen statt und gemeinsam mit den Kunden wird die Brille gefunden, die zum Gesicht passt und mit der der Kunde sich wohlfühlt.

Moderne Technik, ein von Zeiss geeichter Refraktionsraum, die dazu passende Polatest-Sehtafel, digitale Messgeräte für den Augeninnendruck usw., eine Werkstatt zur Herstellung von Hightech Brillen und zur Anpassung der Kontaktlinsen vervollständigen das Brillenhaus. Auch die Anfertigung von besonderen Linsen ist im Brillenhaus möglich. Die Bindung von Stammkunden durch Qualität, Beratung, Fachkompetenz ist eines der Erfolgsrezepte von John M. Heymann und seinem Brillenhaus.

HOHE ANSPRÜCHE AN MITARBEITER

Von Anfang an war für John M. Heymann klar, dass er seine Mitarbeiter möglichst selbst ausbildet, um seinen Qualitätsansprüchen zu genügen. Er sagt von sich selbst, dass er hohe Ansprüche an sich, aber auch an seine Mitarbeiter stellt. Dabei legt er Wert auf ausgezeichnete handwerkliche Fähigkeiten wie auf fachliche und beraterische Qualitäten.

Man merkt seinen Stolz, dass von den drei aktuell beschäftigten Mitarbeitern zwei auch den Augenoptikermeister abgelegt haben. Und natürlich wurden sie auch bei ihm ausgebildet. Über viele Jahrzehnte wurden im Brillenhaus ausgebildete Augenoptiker gern von Wettbewerbern übernommen oder haben sich erfolgreich selbständig gemacht.

LEBENSLANGES LERNEN

Die kontinuierliche eigene Weiterbildung und die seiner Mitarbeiter hat eine hohe Priorität. Nicht nur die Kunden müssen umfangreich und kompetent beraten werden, sondern das Fachgebiet erfordert spezielles fachliches und technisches Wissen auf einem hohen Niveau.

Eine jährliche Fortbildung, um auf dem neuesten medizinischen Stand zu bleiben, die von der amerikanischen Optometrievereinigung zertifiziert wird, ist für John M. Heymann eine Pflicht, der er sich gern unterzieht. Aber auch viele Formen informellen Lernens wie Brillentrends, neue Materialien für Kontaktlinsen, neue Herstellverfahren, Vertreterbesuche von Herstellern, Publikationen in Fachzeitschriften und im Internet usw. nutzen er und seine Mitarbeiter, um fachlich immer up to-date zu bleiben. Wichtig ist, am Ball zu bleiben und sich nicht auf dem einmal Erlernten auszuruhen.

Erste Schritte im E-Commerce hat das Brillenhaus bereits unternommen, eine eigene Imageseite im Internet sowie Platzierungen in unterschiedlichsten Branchenportalen sollen auch neuen Kunden die Möglichkeit erschließen, das Angebot des Brillenhauses wahrzunehmen.

WILHELMSTADT – DAS ENGAGEMENT

Das Brillenhaus ist fester Bestandteil der Geschäftsstraßeninitiative „Wilhelmstadt.bewegt“, die zur Steigerung der Attraktivität dieses Innenstadtviertels beiträgt.